Mensch sind das nicht.... (Bericht vom Fläming 2009) Michael Kanis

Fläminge...die kenne ich, die sind hübsch!

Es mag ja Menschen geben, die sich mit dem Sport nicht so gut arrangieren können. Das ist auch ok so. Andere haben da mehr Spaß dran. Auch das ist ok so. Zugegeben ich war in Geographie nie ein Musterschüler und bringe das mit Tundra, Taiga und Co. gerne mal durcheinander. Doch wenn mich das Sportlerdasein eins gelehrt hat, dann das Fläminge nicht im Zoo auf einem Bein stehen und pink sind. Und schon gar nicht können Fläminge aus dem Zoo mir Blasen an den Füßen verpassen. Doch immer der Reihe nach, Freunde der Sonne.

Was war das wieder für ein Wochenende. Neuer Präsi, neues Race-Team, neue Freunde, tolle Menschen. Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll, also fang ich mal am Anfang an. Freitag gegen 12:00 Uhr sollte ich laut Navi im beschaulichen Kolzenburg eintreffen. Dank meiner zuverlässigen "Becker Traffic Assist" und meiner geographischen Glanzleistungen war ich dann Punkt 13:00 Uhr da. Schnell einchecken, Sachen hoch und wieder runter und gucken wer grad eine Runde startet. Unten angekommen treffe ich zu meiner Freude auf Gabi und Andreas, die beiden wollten grad auf eine 50km Runde starten und haben mich dann mitgenommen.

Das Wetter war uns eigentlich nicht gesonnen aber irgendwie schafften wir es mit unserem geballten Charme das bei KM 18 sogar die Sonne rauskam, wenn auch nur kurz. Wir haben eine schöne entspannte aber keineswegs schwache Runde hingelegt, was sich darin äusserte das Gabi nach knapp 44km der Überzeugung war ein Känguru gesichtet zu haben, es dauerte einen kurzen Moment aber Andreas und ich konnten sie dann davon überzeugen das es sich um einen Eisenbahnpoller handelt.

Zugegeben: die Ähnlichkeit war verblüffend.

Wieder am Eichenkranz angekommen haben wir drei uns sehr über die Runde gefreut, denn wir hatten tatsächlich viel Spaß und waren nun bereit für alles was kommen sollte. Später ging es auf die Bahn...den Zeitplan kennt Ihr ja. Nach der Bahn habe ich mit Wolle beschlossen nochmal eine 12km Runde zu drehen, auf der wir dann zwei Pferde gesichtet haben, die ein sehr lustiges Bild abgegeben und uns beiden viel Raum für Interpretationen gelassen haben. ...Ich lass das mal so stehen und fahre fort... Abends war mit mir, nach der (sehr guten) Pastaparty nix mehr anzufangen und so kam es das ich schon gegen 23:45 Uhr an der Matratze horchte.

Nächster Morgen: Es hieß früh raus und Laufen das tat ich auch und nach einer Runde war ich bereit fürs Frühstück. Die Race-Jungs hatten noch ein kurzes Bergtraining eingelegt, aber dazu musste ich ja nicht dabei sein. Die sind ja schon groß und können das alleine! Und so hatte ich die Möglichkeit mich dem Frühstück hinzugeben, wieder sehr gut! Nach einigen Absprachen sollte es nun auf den großen Kurs gehen und gesagt getan. Ich startete in der Truppe von Ulla und Co. und musste mir selbst nach ca. 20km eingestehen, dass ich dieses Tempo nicht über 93km halten würde.

So kam es, das ich mich rausfallen ließ um in entspanntem Tempo weiter zu fahren. Sehr zu meiner Freude entdeckte ich kurze Zeit später Andreas, der sich ebenfalls rausfallen ließ und nun mit mir zusammen in die nächste Gruppe einstieg. Für diese Entscheidung sollten wir uns das restliche Wochenende lang auf die Schulter klopfen, denn die Truppe war genau unsere Kragenweite.

Wir fuhren die Runde in einem tollen Tempo und wurden von Wolle auf dem Rad in diesem Tempo gehalten, so blieb uns der kräftezerrende langsam/schnell/langsam/schnell-Wechsel erspart und wir konnten in einem sauberen Zug durchfahren. Vielen Dank Wolle! Ehrlich!
Bis auf einen Sturz ist alles gut verlaufen und Klaus-Dieters Pobacke dürfte auch nicht mehr weh tun. An dieser Stelle ein großes Danke an alle in dieser Gruppe, es hat sehr viel Spaß gemacht. Nach der langen Tour halfen mir ein Hamburger Schnitzel und 1 Stunde Schlaf über das Gröbste hinweg, sodass ich um 17:00 Uhr einen Lauf machen konnte. Glücklicherweise hatten sich Gabi; Andreas; Peter und Franky gefunden um mich auf dem "8"km langen Weg zu begleiten.
Aus ungeklärten Gründen wurden aus 8 dann 10 Kilometer, was dazu führte das meine Lebenserwartung dank Franky und Andreas zu sinken begann. Aber als wir wieder im Hotel waren, gab es ja auch schon Abendbrot und so blieb für einen gepflegten Mord keine Zeit. Dann war Jahreshauptversammlung. Wir haben einen neuen Präsidenten!
Herzlichen Glückwunsch Lars, aber vor allem vielen Dank Peter!!!
Ich bin von Dir vom ersten Tag an mit offenen Armen in diesem Verein aufgenommen worden und Du hast es immer verstanden, mich zu motivieren und mir Ziele aufzuzeigen. Ich wünsche mir, dass sich das nicht ändert und möchte Dir deshalb an dieser Stelle ein ganz großes und persönliches Dankeschön aussprechen.
Am Ende des Tages war die Stimmung gut...sehr gut...sogar so gut das Lukas und ich nochmal die 12jährigen raushingen ließen und im Anschluss eine lustige Runde in Alex´ Zimmer entstand, der Rest ist Geschichte.

Sonntag war mir nicht so sehr nach Sport und ich nutzte die Zeit, um mit den Race-Jungs auf der Bahn einige Aufnahmen zu machen, eine DVD folgt. Am Ende des Trainingslagers hatte ich nicht nur dicke Beine und Blasen, sondern auch viele schöne und lustige Erinnerungen an die drei Tage im Fläming. Und der Fläming ist kein Vogel!!!

Micha