Eindrücke von Martin Ruhtz vom Fläming 2009

Lieber Lars!

Wenn ich Dir schreibe, will ich nicht über das schlechte Wetter klagen, das Wetter muss man als Sportler nehmen wie es kommt. Ich und andere sind schon beim Rennsteiglauf über gefrorene Maulwurfshaufen gestolpert, als wir morgens aus dem Zelt krochen, 7 mal lief in Köln das Wasser aus den Schuhen. Man fährt zum Wettkampf und zieht das Ding durch.

In fast 40 aktiven Sportjahren habe ich nur bei 34 Grad Hitze in Prezelle nach zwei Runden den Doppelmarathon abgebrochen. Hier passte nichts mehr, weder die Schuhe noch die Klamotten und ich hatte noch über 200 km Auto zu fahren.

Aber nun zum Flaeming-Skate:

Von der Gründungsidee an habe ich seine Entwicklung verfolgt, war auch bei der Eröffnung dabei. 70 km haben wir damals nachmittags unter die Rollen gebracht. Noch bevor ich vom Laufen auf Skaten umstieg hatte ich als Verantwortlicher eines Entwicklungsbüros der Stadt Werneuchen, die 15 km nördlich von Berlin liegt, vorgeschlagen den stillgelegten Flugplatz, wo einst recht großen Flugzeuge starten und landen konnten, als Skatingzentrum für Berlin und Umgebung einzurichten. Man hat mich und meine Kollegen mitleidig belächelt, als wären wir irre geworden durch zuviel Sonne oder den Frostschaden des Winters. Wir haben’s überlebt. Aber der Flugplatz ist heute ein Brachfeld. So konnte der Flaeming-Skate konkurrenzlos seinen Aufstieg beginnen.

Nach der Skating-Europameisterschaft in der Skate-Arena und in Alten Lager führte ich eine Auseinandersetzung mit dem Geschäftsführer der Flaeming-Skate GmbH wegen des schlechten Marathon-Kurses in Ludwigsfelde, der für die Teilnehmer aus Europa und die Freizeitskater eine Zumutung war. Wir haben über vieles gesprochen, was heute an Veranstaltungen auf dem Flaemingskate Wirklichkeit geworden ist. Auch ein Brandenburg-Cup für Skater stand zur Diskussion, der leider gescheitert ist. Aber in Brandenburg läuft die Sache genau wie im Norden Deutschlands, jeder kleine Verein will seine eigene Veranstaltung haben und irgendwann reichen Geld und Kraft nicht aus, dann gibt man auf, statt sich mit anderen zu vereinen.

Der Erfolg von Flaeming-Skate liegt sicher an den Menschen,die an ihm wohnen, wie Uwe einer ist, auch liegt ein bei den Schöpfern, dem Landrat von Teltow-Fläming und seiner Mannschaft und bei der Flaeming-Skate GmbH, die ständig für gute Bedingungen sorgt und an der Erweiterung arbeitet.

Wöchentlich werden die Rundkurse kontrolliert und gefegt. So werden den rund 10000 Besuchern an die optimalen Skating-Wochenenden beste Bedingungen geboten. Der starke Besucherandrang machte die schnelle Realisierung der Rundkurse 5 und 6 notwendig, weil es schon recht eng wurde.

Flaeming-Skate zeigt wie Tourismus gemacht wird und Einrichtungen wie Uwes „Eichenkranz“ und andere bieten Skatern und Besuchern besten Service, nicht nur mit Speis und Bett, sondern auch Sevice für Sport und den Weg unterwegs.

Der Rad-Skate-Kurs ist inzwischen auf 260 km gewachsen und wird mit der Zunahme der Besucher noch weiter wachsen müssen. So wurde aus der Anregung eines Mitarbeiters des Landrates, der immer in Österreich dem Skating-Sport nachgehen musste, ein Vorhaben, das eine Region entwickelt.

Am letzten Wochenende im März 2009 wollte für uns „Luebecker“ das Skaten kein Ende nehmen, denn der Flaeming-Skate ist rund und somit endlos, wo jeder skaten kann ohne Ende.

Martin