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“Frei nach berühmten Vorbildern.......
........ich fahr dann mal los.
Man kann sich ja so Dinge antun. Ich jedenfalls bin darin ziemlich gut. Seit neun Jahren quäle ich mich mit ständig neuen sportlichen Herausforderungen, Rennrad und Mountainbike fahren, skaten und wenn das nicht reicht, laufe ich auch mal eine längere Strecke.
Im Winter ist es hier im Norden in der Regel nicht kalt genug, um Wintersport treiben zu können und zu nass und schmuddelig zum Skaten und Rennrad fahren. Nimmt man halt das Mountainbike und auch nur am Wochenende, denn ein Trail im Dunkeln endet häufiger mal mit dem Kopf zuerst im Laub oder im Matsch und Laufen ist nicht mein Sport. Bleibt das Fitness-Studio und die gemütliche Couch in der warmen Wohnung. Sitzt man also auf selbiger, völlig unausgelastet, kann es passieren, dass man von einem ungewöhnlichen Ideenblitz getroffen wird. Jakobsweg. Ich fahre den Jakobsweg mit dem Fahrrad. Na klar. Ich hab sie doch nicht mehr alle und wieso eigentlich Jakobsweg? Was hat es damit auf sich? Bis zu diesem Abend wusste ich darüber nicht mehr, als dass ein durch das Fernsehen bekannter Komiker diesen Weg gegangen ist und ein sehr erfolgreiches Buch darüber geschrieben hat. Allerdings hatte ich zufällig ein, für einen Komiker ungewöhnlich ernsthaftes, Interview mit ihm gesehen, aber das lag auch schon Monate zurück.
Jakobsweg. Wie aus heiterem Himmel geisterte plötzlich dieses Wort in meinem Kopf herum. Heiter oder nicht, mit dem Himmel und allem, was sich auf Erden mit ihm und dem lieben Gott beschäftigt, hatte ich es bisher nicht so. Klar, auch ich bin irgendwie religiös und dann auch wieder nicht, getauft, konfirmiert und aus der evangelischen Kirche ausgetreten, als meine Mutter endlich eingesehen hatte, dass sie durch Zahlung meiner Kirchensteuer auch keine Läuterung bei mir herbeiführen konnte. Tut mir leid Mama.
Über 20 Jahre kam ich völlig ohne Religiosität aus, weil mich die weltlichen Probleme fest im Griff hatten und ich nie auf die Idee kam, eine höhere Macht bei der Lösung derselben mit einzubeziehen. Außerdem schreckten mich schon immer die negativen Auswüchse, z.B. durch religiöse Eiferer, gleich welcher Konfession. Heute weiß ich, dass es nichts mit Religion zu tun hat, sondern es überall Menschen gibt, die in ihrem Eifer für eine Sache anderen Schaden zufügen. Glücklicherweise gibt es Eifer auch in positiver Form, wie viele Hilfsprojekte und anderes zeigen.